NAchhaltige REGionale Ressourcennutzung. NAREG ist ein grenzüberschreitendes Projekt im Programm Interreg V-A.
NAchhaltige REGionale Ressourcennutzung

Aktuelles

Grenzüberschreitendes EU-Projekt „NAREG“

Der BMV nimmt als Projektpartner am grenzüberschreitenden Interreg-Projekt „NAREG“ (NAchhaltige REGionale Ressourcennutzung) teil.

Weitere Projektpartner sind der slowakische Abfallverband ZOHZO, der slowakische Landkreis Trnava, die Fachhochschule Burgenland mit der Forschung Burgenland und der Abfallverband Schwechat (AWS). Im Hinblick auf die EU-Umweltpolitik trägt das Projekt im Allgemeinen zur Verminderung von Treibhausgasen und Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft in den Projektregionen Burgenland, Niederösterreich und der Slowakei bei. Konkret beinhaltet das Projekt folgende Themenbereiche:

Abfallwirtschaftspläne
Die slowakischen Partner erstellen regionale Landesabfallwirtschaftspläne in der Region Trnava. Die österreichischen Partner unterstützen sie dabei mit Fachwissen bei der Datensammlung. Es werden alle Anlagen, bei denen Abfälle gesammelt und behandelt werden, erhoben, der Stand der Technik festgestellt und zukünftige Szenarien in der Abfallwirtschaft in Form eines Abfallwirtschaftsplanes dargestellt.

Konzept für überregionale Sammelstellen
Vom BMV wurde begonnen, Gemeinden zu überregionale Sammelstellen zu clustern und mittels ARC-GIS zu visualisieren. Weiters wurde ein Musterplan in modularer Bauweise für diese überregionalen Sammelstellen erstellt. Die erste bauliche Umsetzung erfolgt in Heiligenkreuz.

Ein weiteres Ziel dieses Arbeitspakets ist es, durch einen partnerübergreifenden Vergleich in der Sammlung und Behandlung eine mögliche Verbesserung in der Altstoff- und Abfallsammlung abzuleiten. Dazu werden bei den Partnern unter anderem grenzüberschreitende Sperrmüllanalysen und Untersuchungen von der Fachhochschule Burgenland durchgeführt.

Verbesserung der Abfalltrennung in den Wohnhausanlagen
Daten von den Projektpartnern und Ergebnisse der landesweit durchgeführten Restmüllanalyse (außerhalb des Projekts durchgeführt) werden für die Analyse des Trennverhaltens bei Wohnhausanlagen herangezogen. Weiters werden bauliche Daten in die Analyse mit einbezogen. Die daraus resultierende Expertise dient als Grundlage für Vorschläge zur Verbesserung des Trennverhaltens u.a. Entwicklung von mehrsprachigen Trennbroschüren und für einen Ratgeer, der Bauträger bei der Planung von Müllräumen unterstützen soll.

Schulungen Betriebspersonal
Die Schulungen sind eng mit den praktischen Optimierungsmaßnahmen bei der Abfallsammlung in den Abfallsammelstellen verbunden. Ziel ist es die Betreuer der Sammelstellen für das Thema Abfalltrennung zu sensibilisieren und durch eine bessere Qualifikation des Übernahmepersonals eine genauere Mülltrennung zu erhalten. Die Projektpartner unterstützen sich grenzüberschreitend bei der Erhebung des Schulungsbedarfs, Erstellung von Unterlagen und Durchführung der Schulungen.

Etablierung eines ReUse-Netzwerks – Know-How-Transfer
Der Aufbau und die Weiterentwicklung des Netzwerks wurden vom BMV vorangetrieben. Die rechtlichen Angelegenheiten wurden bereits geregelt. Mengenströme werden aufgezeichnet und zu einer Bilanz zusammengefasst, sodass die Lenkung verschiedener Warengruppen künftig möglich wird. Eine eigene ReUse-Marke wurde entwickelt. Die Qualitätssicherung für Waren wird als nächstes entwickelt. Bis dato wurde ein grenzüberschreitender Erfahrungsaustausch abgehalten, bei dem die slowakischen Partner direkt in Form eines Wissenstransfers profitieren konnten. Der Abfallwirtschaftsverband Schwechat konnte im Rahmen des Projekts einen ReUse-Laden eröffnen. Weiters sind Analysen der ReUse-Boxen durch die Fachhochschule Burgenland geplant. Warenströme sollen dadurch besser gelenkt werden.